Neu im Wochenblatt

Joe Pool Lake

Joe Pool Lake
Inmitten sanfter Huegel liegt der Joe Pool Nationalpark. Kerstin und ich waren dort, und es ist einfach umwerfend. Hier ein paar Bilder unserer Tour.

Hier geht’s zum Joe Pool Lake-Album

Texas! Radio, Sendung Nr. 2

Diesmal: der wütende Bayer.
Vorsicht: schlechte Tonqualität.

Fauler Tag am Joe Pool Lake

Nur ein kleiner Vorgeschmack. Die wirklich guten Bilder kommen noch.

Frühlingsblüte in Dallas

Dallas Arboretum

Das Dallas Arboretum ist ein ziemlich grosser Park im Herzen von Dallas. Sein Spezialgebiet: Bäume aus der ganzen Welt. Wir waren mit Kerstins Kollegin Beverly und ihrem Mann Steve zur Frühjahrseröffnung vor Ort.

(Hier geht’s zum Dallas Arboretum-Fotoalbum)

Ich bin gefährlich.

Baghira gefällt’s ganz gut in ihrer neuen Heimat. Aber leider darf sie noch nicht raus. Zu viele Autos, zu viele Leute. In der neuen Wohnung wird’s besser.

(Hier geht’s zum Baghira-Fotoalbum)

Besuch in der Vergangenheit

Farmers Branch

Amerikas Geschichte ist intessant. Wir haben vor kurzem die Wurzeln unserer Nachbarstadt naeher betrachtet.

(Hier geht’s zum Farmers Branch-Fotoalbum)

Besuch im Museum of Modern Art

Dallas hat ein gut sortiertes Skulpturenmuseum, das im Gegensatz zu Landshut die Werke verschiedener weltbekannter Kuenstler ausstellt. Und nebenbei auch noch besucherfreundlicher ist.

Hier geht’s zum Museums-Fotoalbum.

Texas! Radio

Hier sei noch einmal auf unser Texas! Radio verwiesen, das bald eine neue Ausgabe praesentieren wird.
Der Einfachheit halber werden in Zukunft alle Ausgaben der Sendung direkt hier auf der Homepage präsentiert. Keine langen Umleitungen auf andere Seiten mehr.

Zur Erinnerung:
Die Ausgabe 1:

Na super, darf jetzt jeder Priester werden?

Aus gegebenem Anlass moechte ich gerne ganz kurz Stellung zu einigen Bemerkungen beziehen, die mir aus dem Freundes- und Bekanntenkreis zuteil wurden. Auf meine freudige Vermeldung, dass ich zum Priester der UL Church geweiht worden sei, schlug mir in etwa folgende Frage entgegen:

“Na super, darf jetzt jeder Priester werden?”

In den Koepfen derer, die diese Frage stellen, schwirrt die Vorstellung herum, dass ein Mensch erst nach Jahren harten Studiums und diverser Examen das Recht besizt, ein Priester zu sein. “Nur wer hart arbeitet, darf auch was verdienen”, so das Motto, das hinter dieser Ueberzeugung steht.

Diese Regel kommt aus dem Dunstkreis der protestantischen Kirchengemeinden und wird gemeinhin “protestantische Arbeitsethik” genannt. Damit bezeichnet man die Ueberzeugung, dass nur derjenige, der buckelt und schuftet, auch etwas bekommen darf.

Sehr praktisch, denn damit konnten die christlichen Kirchen ihre Schaeflein im Zaum halten. Tja, nicht jeder ist schliesslich zum Priester geboren, nicht wahr. Das darf nur jemand machen, der auch hart dafuer studiert hat.

Falsch.

Erstens: Die Bibel sagt, “jeder ist von Gott geweiht”.
Ziehen wir zum Zwecke der Beweisfuehrung als erstes das Buch heran, das auch die Kirche zum Beweis ihrer Legalitaet benutzt: die Bibel. In Johannes 15:16 finden wir folgende Aussage:

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.

Damit bin ich als Priester der UL Church nicht alleine. Auch Reformator Martin Luther schrieb im Jahre 1520 in seinem Aufsatz “Von dem Papsttum zu Rom” unter Anknüpfung an Stellen wie Lukas 17,20f. und Johannes 18,36 von der Kirche als “Versammlung im Geist” und betont,

“dass das Reich Gottes … ist nit zu Rom, auch nit an Rom gebunden, weder hie noch da, sondern wo da inwendig der Glaub ist … Also dass es erlogen und erstunken ist, und Christo als einem Lügener widerstrebt, wer do sagt, dass die Christenheit zu Rom oder an Rom gebunden sei, viel weniger, dass das Häupt und Gewalt da sei aus göttlicher Ordnung … Die erste Christenheit, die allein ist die wahrhaftige Kirch, mag und kann kein Häupt auf Erden haben, und sie mag von niemand auf Erden, weder Bischof noch Bapst, regiert werden, sondern allein Christus im Himmel ist hie das Häupt und regieret allein … Wie kann ein Mensch regieren, das er nit weiss noch erkennet? Wer aber kann wissen, welcher wahrhaftig gläubt oder nit?” (WA 6, 292ff.).

Zweitens: Der Oberste Gerichtshof der USA gibt uns Recht.
Die UL Church besteht seit 1959. 1975 entschied ein Richter des Obersten Gerichtshofes, dass unsere Kirche mit den aelteren, traditionellen Kirchen vergleichbar sei. Dieses Urteil hat bindenden Charakter und entspricht ausserdem der amerikanischen Verfassung.

Drittens: Langes Bibelstudium bringt nicht automatisch gute Priester hervor.
Ohne lange und ausfuehrlich darauf eingehen zu wollen: Immer wieder werden Faelle des Missbrauchs aus traditionellen Kirchenkreisen bekannt; katholische Pfarrer als Kinderschaender, protestantische Priester als psychische Missbraucher — die Liste ist lang.

Diese Priester haben alle jahrelang die Bibel, das “gute Buch”, studiert. Womit bewiesen waere, dass diese Tatsache alleine noch keinen guten Seelsorger ausmacht. In der Tat ist es sogar so, dass eine charakterliche Pruefung eines Menschen im vernuenftigen Rahmen so gut wie nicht moeglich ist. Erst die Praxis kann das aufzeigen.

Viertens: Es gibt noch andere Glaubensrichtungen als das Christentum.
In unserem Kulturkreis setzt man fuer gewoehnlich das Priesteramt mit dem Christentum gleich. In Wirklichkeit ist das Christentum jedoch nur eine von vielen Religionen. Die UL Church akzeptiert diese Vielfalt — und auch das Beduerfnis vieler Menschen, die an etwas Goettliches glauben — in welcher Form auch immer –, aber mit den traditionellen Kirchen nichts anfangen koennen. Deshalb sind wir auch in den amerikanischen Regierungsunterlagen als “nicht-konfessionelle” Kirche eingetragen.

Auch wenn dies fuer viele Deutsche, die in einem festgefuegten System (”Kirche heisst katholisch oder evangelisch”) aufgewachsen sind, moeglicherweise schwer zu begreifen ist: In Amerika gilt die Religionsfreiheit, und es ist das Recht eines jeden, eine eigene Kirche zu gruenden. Das ist auch der Grund, warum es in den Vereinigten Staaten hunderte von Kirchen gibt, die allesamt die selben Rechte und Pflichten (Durchfuehrung von Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen, usw.) wie die katholische oder protestantische haben. Es ist ein Loblied auf die Vielfalt. Und im Unterschied zu irgendwelchen Sekten darf sich nur “Kirche” nennen, wer die staatlichen (und finanzamtlichen) Bedingungen erfuellt.

Das war ein langer Eintrag. Aber ich hatte das Beduerfnis, das mal klarzustellen.

Vielen Dank fuer die Geduld.

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