Verfasst von: matausch in: Juli 24, 2008
Zeit, einige Dinge zu ueberpruefen.
Lassen Sie mich einen Vergleich ziehen. Wichtig ist dabei die Feststellung, dass in Amerika wegen des niedrigeren Lohnniveaus Dollar wie Euro in Europa behandelt werden muessen. Das bedeutet, dass der DVD-Player, der in den USA 100 Dollar kostet, fuer einen Europaeer ein echtes Schnaeppchen ist (weil nur 67,87 Euro wert), fuer den Amerikaner aber soviel kostet, als stuende „100 Euro“ auf dem Preisschild.
Einkommenssteuer
DE: ca. 42 Prozent
USA/Texas: 8 Prozent
Umsatzsteuer
DE: 19 Prozent
Texas: 8,25 Prozent
Elektronik
In TX ungefaehr 20 bis 30 Prozent billiger
Krankenversicherung
DE: maximal 8 Prozent vom Brutto
USA: ca. 300 Dollar (wenn man Glueck hat und wie Kerstin beim Arbeitgeber versichert ist), allerdings komplett ohne Zahnarztbehandlungen (die kosten nochmal extra)
Wohnungsmiete
DE/Landshut: ca. 7 Euro/qm
Texas: ca. 8-10 Dollar/qm
Hauskauf
DE: durchschnittlich 250.000 Euro
USA: durchschnittlich 210.000 Dollar
Wasser
ungefaehr gleich
Strom
Texas: ungefaehr vergleichbar mit DE, allerdings kommen nochmal durchschnittlich 50 Dollar pro Monat fuer die Klimaanlage dazu (und die braucht man bei durchschnittlich 35 Grad im Schatten)
Telekommunikation (TV, Internet, Telefon)
DE: ca. 39 Euro im Monat
USA: ca. 159 Dollar im Monat
Benzin
DE: ca. 1,57 Euro/Liter
USA: ca. 1,05 Dollar/Liter (aber die Autos brauchen im Schnitt 3 Liter mehr, und die Strecken sind viel laenger)
Lebensmittel
Texas: im Schnitt 30 bis 40 Prozent teurer als in DE (ausser Suessigkeiten, die sind billiger)
Kleidung
Texas: im Schnitt 40 bis 50 Prozent billiger als in DE
Mutterschaftsurlaub
DE: 6 Wochen vor der geplanten Entbindung, 8 Wochen danach, bei voller Bezahlung
USA: 6 Wochen insgesamt, unbezahlt
Erziehungsgeld (Elterngeld)
DE: 67 Prozent des Einkommens-Durchschnitts der vergangenen 12 Monate; Bezugsdauer: 14 Monate
USA: –
Elternzeit
DE: bis zu 12 Monate
USA: –
Arbeitslosengeld
DE: 6 bis 12 Monate in Hoehe von 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens
USA: max. 6 Monate in Hoehe von ca. 50 Prozent, wenn man als Staatsbuerger mindestens 3 Jahre eingezahlt hat
Urlaub
DE: gesetzlich zugesichert: 24 Tage im Jahr
USA: weder tariflich vereinbarter noch gesetzlich garantierter Mindesturlaub, im Schnitt 10 Tage im Jahr
Juli 27, 2008 um 2:23
Servus Bert!
Hört sich auf den ersten Blick ja echt finster an. Von den Gesamtkosten her, is es ja noch ungefähr vergleichbar, aber die Sozialleistungen und Urlaub sind natürlich ein echt fieser Hammer – wenn auch nicht direkt überraschend. Dafür kann’s ja jeder vom Tellerwäscher zum Millionär bringen, wenn er drei Jobs annimmt und unwichtige Dinge wie Schlaf oder Essen vernachlässigt. Apropos, was tut sich jobmäßig so. Kommt das Hochzeitsbusiness langsam ins Rollen?